KULINARIUM

Raus aus dem Quark

kulinarium | Vergesst doch mal den Quark! Im Norden ist das Schnittlauchbrot noch immer ein Exot. Wir entdeckten es gerade erst in Wien. Ein Plädoyer für neue Gewohnheiten.

Frisch in Röllchen geschnitten und verspeist, entfaltet der Schnittlauch sein Aroma und seine Wirkung am intensivsten. Schnittlauch ist nicht nur ein wohlschmeckendes Würzmittel, sondern auch noch eine Heilpflanze. Wie alle Laucharten wirkt er schleimlösend, harntreibend und antibakteriell, er vertreibt die Müdigkeit und liefert Vitamin C. Für den gesamten Magen- und Darmtrakt ist er eine Wohltat. Was viele nicht wissen: Neben den saftig grünen Stengeln kann auch die dekorative violette Blüte komplett verspeist werden – zum Beispiel im Salat.

Schnittlauch © augenblick-fotodesign.comDas Schnittlauchbrot kann man in Bayern und Österreich auf jeder Frühstückskarte entdecken. Es ist ein schlichtes Butterbrot, komplett belegt mit Schnittlauchröllchen. In eleganteren Lokalen wird der Schnittlauch zum Selbstdosieren in kleinen Schälchen serviert. In Norddeutschland hingegen landet der Schnittlauch morgens im Quark. Hier scheint das Schnittlauchbrot noch völlig unbekannt. Bis heute, wie wir hoffen.

Ob Schwarzbrot oder Grau-/Mischbrot – da sind wir übrigens großzügig. Hauptsache Schnittlauch. „Das Schnittlauchbrot wird im höchsten Maße unterbewertet“, finden auch die Macher der Website Schnittlauchbrot.de 🙂

Fotos Schnittlauchbrot © Nicole Franke, Augenblick Fotodesign